Rauch-Haus in Kreuzberg: Nutzfläche 2400 m²

 

Gemeinsame Pressemitteilung der WBG „Bremer Höhe“ eG und des „Georg von Rauch-Haus Jugend- und Kulturzentrum Kreuzberg e. V.“

Berlin, 4. März 2013.

 
Am 20. Februar 2013 haben das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin und die Wohnungsbaugenossenschaft „Bremer Höhe“ eG einen Erbpachtvertrag über das Georg-von-Rauchhaus am Kreuzberger Mariannenplatz unterzeichnet. Damit wurde ein Beschluss des Bezirksamtes vom Mai 2012 umgesetzt, mit dem einerseits der Bezirkshaushalt entlastet und andererseits der vom Verein „Georg von Rauch-Haus Jugend- und Kulturzentrum Kreuzberg e. V.“ betriebene Standort langfristig gesichert wird.

Das Rauchhaus wurde im Jahre 1971 nach mehr als 10-jährigem Verfall und Leerstand von mehreren Jugendinitiativen und Künstlern besetzt. Mittlerweile wird hier in der dritten Generation eine von öffentlicher Förderung unabhängige vielseitige Arbeit in Sozial-, Jugend- und Kulturprojekten geleistet. Bezirksamt, Genossenschaft und Verein sind sich einig, dass nun die besten rechtlichen Rahmenbedingungen für den weiteren eigenverantwortlichen Betrieb des Projekts geschaffen sind. Die Genossenschaft „Bremer Höhe“ eG, die seit ihrer Gründung im Jahr 2000 mehrere denkmalgeschützte Ensemble und Gebäude in Berlin und Brandenburg sanierte und saniert und Dach mehrerer Wohnprojekte ist, und der Verein haben in den letzten Monaten in einem intensiven und offenen Dialog ein Kooperationsmodell entwickelt, dass die Belange beider Seiten berücksichtigt.

Bei der für die Jahre 2013-15 angestrebten Sanierung des Gebäudes wird die Genossenschaft ihr umfangreiches Know-how einbringen und der Verein in erheblichem Umfang Eigenarbeit leisten.

Dr. Barbara König und Ulf Heitmann
Vorstand
Michael Schulze und Christoph Dietermann
Vorstand „Georg von Rauch-Haus Jugend- und Kulturzentrum Kreuzberg e. V.“
WBG „Bremer Höhe“ eG
Schönhauser Allee 59 b
10437 Berlin

Pressemitteilung als PDF-Datei zum Ausdrucken
 

Der Stand der Dinge im Sommer 2016

 
 
Die drei Jahre seit dieser Pressemitteilung war eine Zeit des Bauens- und des Nochmal-Bauens. Nach dem Ende der mit öffentlichen Fördermitteln aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ des Landes Berlin unterstützten denkmalgerechten Instandsetzung von Dach und Fassade gab es Weihnachten 2014 mehrere Brandanschläge auf das Haus, das Dach und Teile des Kellers standen in Flammen. Große Teile des Dachstuhls und der Schieferdeckung mussten daraufhin nochmals erneuert werden. Auch aus diesem Grunde dauern die Bauarbeiten noch im Jahr 2016 an.
Neben den Arbeiten an der Gebäudehülle hat die „Bremer Höhe“ eG in Absprache mit den Nutzerinnen des Hauses, die sich über den gesamten Zeitraum aktiv am Planungs- und Baugeschehen beteiligen, die Sanitäreinrichtungen erneuert, die Elektroanlage teilweise modernisiert und ein Brandschutzkonzept umgesetzt. Viele Bewohnerinnen und Bewohner mussten zum Teil mehrfach im Haus umziehen, rückten zusammen, wenn nicht für jede/n ein Raum zur Verfügung stand, nahmen Lärm und Staub in Kauf und leisteten hunderte Stunden Selbsthilfearbeit. Die soziokulturelle Arbeit kam in dieser Zeit etwas kürzer als gewöhnlich, läuft aber seit Anfang 2016 wieder an.
Parallel zum Ende unserer Bauarbeiten wird der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg die Freiflächen am Gebäude neu gestalten und dabei die Belange der Gebäudeentwässerung und der Müllentsorgung berücksichtigen.