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AG Verkehrsberuhigung in der „Bremer Höhe"

 

Begegnungszone Bremer Höhe

Ein weiterer (wenn auch kleiner) Schritt in Richtung Begegnungszone ist beschritten worden. Am 19. April 2010 fand eine Ortsbegehung in den Straßen rund um die Bremer Höhe statt. Daran beteiligten sich unter anderem Stadtrat Kirchner, Tiefbauamtsleiter Lexen, S.T.E.R.N.-Mitarbeiter und etliche Bewohner/innen der Bremer Höhe. Im September 2010 ist der Umbau des Knotenpunktes Greifenhagener Ecke Gneiststraße (Gneistplatz) geplant. Die AG Verkehr hat für den Umbau folgende Forderungen aufgestellt:
 
1. Aufpflasterung des gesamten Knotenbereichs im Sinne eines Berliner Kissen.
2. Abpollerungen gegen illegales Parken an den Fußgängerquerungsbereichen
3. Alternativ und/oder als Ergänzung zur konventionellen Abpollerung eine Stadtmöblierung
4. Fahrradabstellanlagen
 
Auch wenn nicht sofort mit der Einrichtung einer Begegnungszone nach unseren Vorstellungen zu rechnen ist (der Verkehrsausschuss der BVV Pankow tut sich da sehr schwer, siehe Bericht der Shared-Space-Initiative-Blankenburg der Ausschuss-Sitzung vom 25. Mai 2010. Wir von der AG Verkehr kämpfen weiterhin für eine Begegnungszone, der umgebaute und gestaltete Gneistplatz wird dafür prädestiniert sein, Berlins erste Begegnungszone zu sein.
 
Schon 2007 haben wir Gestaltungswünsche für den Knotenpunkt Buchholzer Straße Ecke Pappelallee aufgestellt, die hier eingesehen werden können. Wir rechnen fest mit einem Umbau dieses Knotenpunktes bis zum Auslaufen des Sanierungsgebietes Helmholtzplatz 2012.

 

Hier finden sich die Ergebnisse, die eine Vision von öffentlichen Straßenland als Lebensraum darstellen und im Winter 2010 mit Bewohner/innen der Bremer Höhe und dem Grafikbüro erstererster entworfen wurden. Wir haben diese dem Tiefbauamt vorgelegt und  uns auf einen Dreistufenplan für die Umsetzung mit dem Tiefbauamt geeinigt und hoffen, dass in einem weiteren anwohnerbeteiligten Verfahren mögliches viele unserer Ideen umgesetzt werden. Hier sind die Pläne als pdf-Dateien:

1. Stufe

2. Stufe

3. Stufe

 

 

 Klicken Sie bitte auf die Bilder, um Vergrößerungen zu erhalten, danke!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mobility Parade Berlin

Am Freitag, den 18. September 2009 war Parking Day. Wir beteiligten uns an diesem Tag an der Mobilitätsparade durch unseren Kiez mit Rikscha, Kinderfahrradanhänger und zu Fuß, was man auf diesem Video schön sehen kann. Damit wollten wir zeigen, dass Mobilität nicht unbedingt Automobilität heißt. Auf der Mobilitätsausstellung auf dem Helmholtzplatz stellten wir unsere aktuelle Themen auf Plakaten vor: "Minderung des Verkehrslärm in der Gneiststraße", "10-Minuten-Takt auf Flüstergleisen für die Tram 12" und "Begegnungszone Bremer Höhe".

 

 

 

 

Parkraumbewirtschaftung in Prenzlauer Berg

Mit der Einführung der Parkraumbewirtschaftung in unserem Kiez und darüber hinaus haben wir endlich eines unserer Ziele erreicht. Im Oktober 2010 ist mit dem Start zu rechnen. Was es kostet und welche Regelungen es gibt, kann hier schon einmal in Erfahrung gebracht werden (Parkraumbewirtschftung in Mitte).

 

Zur Geschichte:

Bereits im Frühjahr 2005 führte die AG Verkehr der Bremer Höhe in Prenzlauer Berg eine Verkehrszählung durch und forderte neben Carsharing-Stellplätze auch Parkraumbewirtschaftung, um die angespannte Situation des ruhenden Verkehrs in den hoch verdichteten Gründerzeitquartieren des Prenzlauer Berges Rechnung zu entspannen. Mit der Verabschiedung der Sanierungsziele öffentlicher Raum und Verkehr im Juni 2007 für die Sanierungsgebiete in Prenzlauer Berg wurde eine zweijährige quälende Debatte beendet. Nun werden diese Sanierungsziele Schritt für Schritt von Stadtrat Kirchner umgesetzt. U. a. heißt es darin: "[W]eiterer Handlungsbedarf besteht für die Prüfung der Voraussetzungen und Umsetzungsmöglichkeiten von Parkraumbewirtschaftung."

Mit dem Beschluss der BVV, Parkraumbewirtschaftung zu prüfen, wurde im Sommer 2007 die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie angeregt, diese wurde Ende 2007 beauftragt. Diese liegt seit September 2008 vor und gibt Empfehlungen zur Einführung von Parkraumbewirtschaftungszonen. Die AG Verkehr Bremer Höhe hat zusammen mit dem VCD Nordost zu einem Aktionsbündnis Pro Parkraumbewirtschaftung Prenzlauer Berg, siehe VCD-Pressemitteilung vom 16. Februar 2009, aufgerufen, an dem sich über 11 Vereine, Betroffenvertretungen, Bürgerinitiativen und Firmen aus Prenzlauer Berg beteiligen. Sie alle fordern die Einführung der Parkraumbewirtschaftung in Teilen des Prenzlauer Bergs. Im Sommer 2009 stimmte die BVV Pankow der Parkraumbewirtschaftung in Prenzlauer Berg zu, die Wirtschaftlichkeitsberechnung ist ebenfalls abgeschlossen, am 1. Oktober 2010 wird die Parkraumbewirtschaftung in Prenzlauer Berg kommen. Damit wird eine der zentralen Forderungen der AG Verkehr erfüllt werden. Die Argumente für die Parkraumbewirtschaftung sind offenbar so schlagend, dass sich der Autolobby-Verein ADAC durchgerungen hat, die Parkraumbewirtschaftung in Prenzlauer Berg als sinnvoll zu bezeichnen, siehe dessen Pressemitteilung vom 26. Mai 2010.

 

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Warum eine AG Verkehrsberuhigung?

Die AG Verkehrsberuhigung Bremer Höhe E-Mail gründete sich Ende 2004. Viele Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnungsbaugenossenschaft "Bremer Höhe" waren unzufrieden mit der Verkehrssituation im Kiez und wollten sich für eine vernünftige Verkehrspolitik engagieren. Wir, das sind 15 Bewohnerinnen und Bewohner, die sich versammelten, Ideen und Vorschläge sammelten und zahlreiche Gespräche mit Verkehrsplanern, Bürgerinitiativen und Politikern führten.

Um nicht ins Blaue hinein zu agieren, führten wir eine Verkehrserhebung durch und zählten in regelmäßigen Abständen die Durchfahrten in der Gneiststraße, weiterhin die die parkenden Autos. Auf diese Weise stellten wir fest, dass mehr als 3600 Fahrzeuge täglich die Gneiststraße durchfahren. Weiterhin konnten wir anhand der Parkzeiten durch Kennzeichenerfassung ermitteln, wie lange die Fahrzeuge im Wohngebiet parken. Dabei stellte sich heraus, dass bis zu 48 % dauerhaft parken und bis 50% der parkenden Fahrzeuge von Besuchern an den Wochenenden genutzt werden, d.h. nur bis 1 Uhr nachts stehen.

Mit diesen Datenausgestattet entwickelten wir das Verkehrskonzept der Bremer Höhe, das auf der Homepage der Bremer Höhe veröffentlicht wurde. Zudem vernetzten wir uns mit den Betroffenenvertretungen in den anderen Sanierungsgebieten in Prenzlauer Berg und Bürgerinitiativen. Ein Antrag zur Umsetzung unserer Forderungen brachten wir in die BVV Pankow ein. Es wurde beschlossen, unser "Verkehrskonzept bei der Präzisierung der Sanierungsziele Verkehr zu berücksichtigen". Umgesetzt wurden nur 2 von 3 geforderten Gehwegvorstreckungen. Diese waren aber ohnehin schon lange vor unserem Antrag beschlossen worden. Darauf nahmen wir einen zweiten Anlauf: Seit Anfang 2006 konzentrieren wir uns auf folgende Ziele und versuchen, Bezirkspolitiker mit sachlichen Argumenten zu überzeugen:


1. Carsharing-Stellplätze

Wir wissen, dass bis zu 48% der parkenden Fahrzeuge im Wohngebiet dauerhaft stehen oder nur sporadisch genutzt werden, Carsharing eine Entlastung des Parkdrucks bewirken kann, weil es den Besitz eines privaten Fahrzeuges überflüssig macht, dass Carsharing ökologisch sinnvoll ist, weil Ressourcen effektiver genutzt werden und Nutzer von Carsharing-Fahrzeugen oft lange nach den gebuchten Autos suchen müssen und sich damit die Attraktivität des Autoteilens verringert. Deshalb sind wir für dezentrale Carsharing-Stellplätze in unserem hoch verdichteten Kiez. Mittlerweile gibt es 5 Carsharing-Anbieter in Berlin, Carsharing ist ein Wachstumsmarkt.


2. Fahrbahnschwellen

Wir wissen, dass täglich die engen Nebenstraßen im Quartier von mehreren tausend Fahrzeugen durchfahren werden, ca. 20% der Fahrzeuge die Straßen mit erhöhter Geschwindigkeit durchfahren, dass durch erhöhte Geschwindigkeiten andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden, dass insbesondere Kinder, es durch erhöhte Geschwindigkeiten zu Verdrängungseffekten von Radfahrern auf die Gehwege kommt und die Lärmbelastung durch Abrollgeräusche auf den Kopfsteinstraßen besonders nachts enorm ist.

Deshalb fordern wir die Installation von Fahrbahnschweller im Wohngebiet. Sie bewirken, dass mit geringeren Durchfahrtsgeschwindigkeiten das Wohngebiet durchfahren wird und der Schleichverkehr aus dem Wohngebiet herausgehalten wird. Zu dem wird damit die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, vor allem Kinder, erhöht und die Abrollgeräusche im Wohngebiet zugunsten des Lärmschutzes verringert.


3. Gehwegvorstreckungen

Wir wissen, dass ein Queren der Kreuzung Buchholzer Straße/Pappelallee oft durch parkende Fahrzeuge unmöglich gemacht wird. Gerade für gehbehinderte Personen und Rollstuhlfahrer aus dem alten- und behindertengerechten Wohnen in der Buchholzer Straße 22a gilt dies. Zu dem müssen oft gehbehinderte Personen und Rollstuhlfahrer große Umwege in Kauf nehmen, um die Buchholzer Straße zu überqueren. Deshalb fordern wir den Bau einer Gehwegvorstreckung im Kreuzungsbereich Buchholzer Straße Ecke Pappelallee, um ein barrierefreies Queren der Buchholzer Straße für gehbehinderte Personen und Rollstuhlfahrer zu ermöglichen.


4. Parkraumbewirtschaftung

Wir wissen, dass es zuwenig Parkraum bzw. zu viele Autos im hoch verdichteten Wohngebiet gibt, dass durch zahlreiche Neubauten und Dachgeschossausbauten sich die Bevölkerungsdichte in den vergangenen Jahren noch erhöht hat und damit eine Zunahme des Parkdruckes zu verzeichnen ist, dass bis zu 48 % der parkenden Fahrzeuge im Wohngebiet dauerhaft stehen oder nur sporadisch genutzt werden, dass bis zu ca. 50 % der parkenden Fahrzeuge im Wohngebiet dem Besucherverkehr zuzuordnen sind, private Stellplätze in Tiefgaragen des Wohngebietes nur bis zu 25 % ausgelastet sind und Parkhäuser (z. B. Schönhauser Allee Arkaden) nachts, wenn der Parkdruck am größten ist, ebenfalls nicht ausgelastet sind. Die Folge: Parkdruck erzeugt Suchverkehr und eine erhöhte Frequentierung der Wohngebietsstraßen. Deshalb fordern wir die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung Mitte bis zum S-Bahn-Ring in Kombination mit temporären Anwohnerparken! Das Protokoll der letzten Sanierungsbeiratssitzung, auf der erste Ergebnisse der LK-Argus-Studie zur Parkraumbewirtschaftung vorgestellt wurden, befindet sich hier.

 

Das ausführliche Verkehrskonzept findet sich hier


Ergebnisse der Lärmmessung vom Dezember 2006

Anfang Dezember 2006 führten wir eine umfangreiche Lärmmessung in der Gneiststraße, Buchholzer Straße und Schönhauser Allee durch. Dabei legten wir besondere Aufmerksamkeit auf den Zusammenhang des Lärmpegels von der Durchfahrtsgeschwindigkeit in Gneiststraße. Der Kopfsteinpflasterbelag führt zu enormen Abrollgeräuschen, die durch die enge Straßenflucht verstärkt werden. Wir stellten fest, dass bei einer Durchfahrtsgeschwindigkeit eines Mittelklasse-PKWs von 25 km/h der Schallpegel noch bei 72 dB, bei 30 km/h schon bei 79 dB und bei 50 km/h bei 87,5 dB liegt. Werte über 65 dB erhöhen das Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen, ab 85 dB kann es zu dauerhaften Hörschäden kommen.
Abgesehen davon führen diese Schallpegelwerte zu Schlaf- und Konzentrationsstörungen. Auf der Schönhauser Allee Höhe Buchholzer Straße konnten wir bis zu 96,5 dB messen. Dass eine Reduzierung der Durchfahrtsgeschwindigkeiten auch eine Absenkung des Schallpegels und damit das Risiko von Erkrankungen verringert, liegt auf der Hand. Denkbar wäre auf der Schönhauser Allee zumindest eine temporäre Geschwindigkeitsreduzierung zwischen 22 und 7 Uhr auf 30 km/h, um eine Lärmminderung zu erreichen. In der Gneiststraße könnten Fahrbahnschwellen zu einer erheblichen Geschwindigkeitsreduzierung und damit zu einer Verringerung des Verkehrslärms führen.


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Verkehrslärm in Abhängigkeit von der Geschwindkeit

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Verkehrslenkung

 

 

 


 

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